Freuden und Leiden einer ausgewanderten Schweizerin in Island - Daglegt líf og stríð á Íslandi frá sjónarhorni eins nýbúa
Montag, 9. Mai 2011
Zurück von den Westmännerinseln
Am Turnier hatten wir ein "Flechtenmotto" und Gunna und Ólöf waren unermüdlich uns weniger geübten Weibern die Haare auf alle erdenklichen Arten zu flechten. Eine nette Abwechslung war das! Meine Mannschaft spielte in der 2. Liga und mit viel Einsatz gelang es uns wieder einmal den 2. Platz zu ergattern. Ein schönes Erfolgserlebnis, das auch ausgiebig begossen wurde!
Am Samstagabend war dann natürlich ein grosser Abschlussball (so nennt man hier die grossen Parties) und danach hatten wir den ganzen wunderschönen Sonntag zur freien Verfügung um die Insel so richtig zu geniessen und auch ein wenig touristisch zu erkunden.
1973 gab es hier einen Vulkanausbruch, der 400 Häuser unter einer dicken Asche- und Lavaschicht begrub. Jetzt werden am Rand des Dorfes ein paar dieser Häuser wieder ausgegraben, recht eindrücklich das zu sehen....
Und in der Bucht Klettsvík an der Hafeneinfahrt lernte Keiko damals wieder wie man sich als wilder Wal verhalten sollte. Zu sehen gab's jedenfalls genug und das Wetter war absolut genial! Nun haben wir alle einen leichten Sonnenbrand und zehren von den schönen Erinnerungen.
Sonntag, 1. Mai 2011
Der Winter ist noch nicht vorbei....
.... jedenfalls nicht hier in Island! Am Freitagabend haben wir noch fröhlich gegrillt auf der Veranda und am Samstagmorgen war der Grill wieder mit einer frischgefallenen Schicht Weiss überzogen. Echt krass! Und im Osten von Island gibt es zur selben Zeit Temperaturen von bis zu 18°C!!!!
Naja, bei uns hat's jedenfalls gestern den ganzen Tag über munter weitergeschneit und heute früh war die Schneedecke noch um einige Zentimeter dicker geworden. Gartenarbeit wurde dieses Wochenende keine erledigt und der Nachbar ist gerade mal wieder am Schnee schaufeln.Hier noch ein kleines Video von Símon wie er in der Schweiz gelernt hat sein Steckenpferd zu reiten:
Samstag, 30. April 2011
Ostern in der Schweiz
Für Símon gab's jedenfalls mehr als genug zu erleben, angefangen mit dem Flug über Oslo, von dem er keine Minute verpasste, über aufregende Waldspaziergänge, seine ersten Shorts, wilde Ballspiele auf dem Balkon, noch wildere Turnübungen auf dem Riesenhund und dem Sofa, Erdbeeren an Nature-Joghurt essen, Zug fahren, Steckenpferd reiten, Freunde und Verwandte treffen und natürlich jede Menge Schwyzerdütsch hören und auch üben! Fotos von (fast) allem, was wir in dieser kurzen Woche so erlebt haben gibt's im Album auf der linken Seite, ENJOY!
Símon hat jetzt auch zum ersten Mal richtig aktiv einen Film am Fernsehen mit angeguckt. Der Zeichentrickfilm Ratatouille war es, der ihn so zu fesseln vermochte. Seine Mimik und die Kommentare waren jedenfalls echt goldig.....
Mittwoch, 13. April 2011
Und weiter geht's....
Dienstag, 29. März 2011
Chaos in Kurzform
Símon kriegt wohl nicht allzuviel von all dem mit (hoffe ich auf alle Fälle!), er ist jedenfalls aktiv wie immer und beginnt jetzt immer mehr zu plappern, nur leider fast alles auf Isländisch. Na vielleicht ändert sich das ja über Ostern, dann fahren wir zwei nämlich für eine Woche in die Ferien in die Schweiz!!!!!! Ich freu mich schon riesig auf die wohlverdiente Pause von der Arbeit, dem Volleyball und allem anderen ebenfalls..... Ob es wohl irgendjemanden gibt, der mich in Baden besuchen kommt über Ostern?????
Dienstag, 8. März 2011
Gestern war Bolludagur...
... und da hab ich als fleissiges Hausmütterchen natürlich schon am Sonntag jede Menge leckere "Bollur" gebacken, die wir dann genüsslich mit Marmelade und Schlagrahm gefüllt und mit Schokolade überzogen verspiesen haben. Und für Símon gab's extra ein paar klitzekleine "Bollur"-li, an denen hatte er einen Riesenspass! Bis jetzt hat er ja eigentlich noch fast nie was Süsses gekriegt (das Süsseste bisher war Ketchup!), da hat er nun ziemlich über den neuen Geschmack gestaunt wie man auf den folgenden Bildern sieht! Aber geschmeckt hat es ihm natürlich.....
Ausserdem war ich vorhin schon zum zweiten Mal seit Sonntag auf Núpur reiten. Ist wiedermal typisch: so lange man überhaupt nicht in der Nähe von Pferden ist vermisst man das Reiten überhaupt nicht, aber sobald man einmal wieder im Sattel gesessen ist, da wird's fast unerträglich wenn man nicht bald wieder dazu kommt..... Zu meinem Glück da ist Sigrún nicht fleissig genug mit selber reiten gehen, das heisst es gibt immer mal wieder Tage, an denen das Pferd bewegt werden muss und da kann ich mich ins Vergnügen stürzen wenn ich jemanden finde, der auf Símon aufpasst. Nächsten Winter werd ich wohl wieder voll loslegen mit dem Reiten, ich mag nicht mehr länger warten bis Símon gross genug ist!
Bei uns hat übrigens die gestrige Nacht grad wiedermal eine zünftige Ladung Schnee (ca. 20 cm oder so) gebracht. Hannibal hatte schon davon gesprochen, dass es allmählich richtig frühlingshaft wird (die Tage sind halt wieder recht lang hell mittlerweile), und prompt haben die Wettergötter die erwachenden Frühlingsgefühle gleich wieder eingefroren. Heute früh war ich fast dreimal so lang unterwegs zur Arbeit wie normal, weil halt leider längst nicht alle Autos so gute Winterpneus haben wie meines und bei dem tiefen Schnee auf den Quartierstrassen, da sind einige ins Schleudern gekommen und haben den restslichen Verkehr beinahe zum Erliegen gebracht.... Naja, ich hab's grad noch rechtzeitig zur ersten Sitzung geschafft und für die Heimfahrt hab ich Hannibal den Jeep mit den Spikes ausgespannt.....
Samstag, 5. März 2011
Die Krankengeschichte der Familie

Naja, und als Símon dann endlich zwei Tage lang nicht mehr Erbrechen musste und wir ihn endlich wieder zur Tagesmutter schicken konnten, da entdeckten Hannibal und ich wie gern wir unser WC haben...... Ich hielt mich zwei Tage lang mehr oder weniger ausschliesslich in dessen Nähe, die Spaziergänge mit dem Hund waren nie länger als 5 Minuten am Stück! Ich war ganz schön erleichtert, als ich vor einer Woche endlich wieder Appetit verspürte und was Anständiges essen konnte!!! Die vier Kilo, die ich während all dieser kranken Tage verloren habe, muss ich mir nun schleunigst wieder anfuttern!!! Ich werd mich wohl einfach in Símon's Nähe halten müssen, dann klappt das schon, da fällt nämlich immer mal wieder was ab für hungrige Seelen......

Im Volleyball hat dieses ewige krank sein natürlich auch Auswirkungen gehabt und ich hab meine Position im Team so ziemlich total verloren. Ist sehr ungewohnt und ganz schön scheisse, aber vielleicht rafft der Trainer das ja noch irgendwann, dass ich doch trotzddem die Beste bin in unserer Mannschaft!!! (Hahaha, mein Selbstbewusstsein ist jedenfalls noch intakt!) Und wenn nicht, dann mach ich halt lieber wieder ernst mit dem Pferdesport nächsten Winter....
Seit Montag haben wir nämlich auch noch ein Pferd, um das wir uns kümmern müssen. Das heisst eigentlich muss Sigrún sich darum kümmer, denn wir haben es ja für sie ausgeliehen gekriegt. Aber wie das halt so ist mit Teenies, da haben die halt alles mögliche vor und nicht immer Zeit für das, was die Eltern gern möchten, dass sie tun..... Aber das Pferd bringt sie immerhin auf andere Gedanken als nur Jungs und Make-Up, und das ist auf jeden Fall positiv! Morgen probier ich das Tierchen mal aus, bin ja gespannt, mein erster Ausritt seit letzten Sommer!!!!Símon schwatzt mittlerweile jede Menge Unsinn (und zwischendurch auch ein bisschen was, das man versteht). Hier ein paar Wortbeispiele: Au ist Auto, Ba ist Ball, Titu ist Títus, Me ist Mehr (zu essen...), Nammi ist leckeres Essen (heisst Nammi auf Isländisch), ja und Mamma und Pabbi kann er natürlich schon längst! Wir finden's jedenfalls total spannend mitzuverfolgen, wie sich das Sprachvermögen so entwickelt.....



















